instagram-like twitter-favourite twitter-reply twitter-retweet weather-cloudy weather-night weather-rain weather-snow weather-sunny

28.05.2020 • Berlin Zielgruppe Generation Z

Personen halten ein Handy in der Hand

5 Tipps für eine gute Experience

Junior Content Marketing Editor Nathaly Huth verleiht uns Einblicke in ihren virtuellen Alltag und verrät, was ihre Generation heutzutage von einem Unternehmen erwartet. Sie gibt uns Tipps dazu, wie sie und ihre Altergenoss*innen davon überzeugt werden können, einer Marke zu folgen – und am Ende dann auch deren Produkte zu kaufen.


Wer ist eigentlich diese Generation Z?

Für manch eine*n ist sie schlichtweg die „Selfie“- oder die „Always-on“- Generation. Der Fachbegriff für all jene, die nach 1995 geboren sind, lautet Post-Millennials oder Generation Z. Also jene, die nach den Generationen X und Y kommen. In Deutschland sind das aktuell etwa acht Millionen Menschen – und damit etwa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Für die Generation Z ist eine Welt ohne Smartphone und tägliche Online-Kommunikation auf WhatsApp, Instagram und Co. schlichtweg undenkbar. Digitaler Überkonsum in Form von (nahezu) minütlich einprasselnden Whatsapp Messages, Emails oder Push-Benachrichtigungen wird als Alltag wahrgenommen. Die digitale Flut ist gelernt und wird von der „Gen Z“ intuitiv und ganz nebenbei nach Dringlichkeit und Relevanz der News gefiltert. Als unwichtig Empfundenes wird schlichtweg ignoriert oder ganz ausgeblendet. So gelingt es den „New Digital Natives“ recht leicht, den Überblick zu behalten und sich auf die wichtigsten Dinge zu konzentrieren. Für ältere Mitmenschen wohl eher undenkbar – zumindest auf lange Sicht. 

 

Digitalisierung als Lebensqualität

Meine Generation ist mit dem Privileg groß geworden, ihren Wünschen und Bedürfnissen quasi per Knopfdruck nachkommen zu können – sofern man nur den richtigen (digitalen) Vertriebskanal auswählt. Egal, ob es der Wunsch nach einer coolen Jeans, den neuesten AirPods oder einer hippen Pflanze ist: Das digitale Shopping-Angebot sowie die lockenden Website-Auftritte der Brands und Online-Händler machen möglich, dass alles nach Hause (oder ins Büro) geliefert werden kann. Da wir Post-Millennials mit Schnelllebigkeit aufgewachsen sind, gehört die Möglichkeit schnell und unkompliziert einen Kaufabschluss zu tätigen sowie eine sehr schnelle Lieferung zu einem guten Shopping-Erlebnis einfach dazu. Schon der bloße Gedanke daran, mit langen Lieferzeiten für beispielsweise eine neue Küche rechnen zu müssen, oder die Angst, die für den Urlaub essenziellen Sneaker nicht rechtzeitig geliefert zu bekommen, erzeugen in meiner Generation Stress.

Auch das Einkaufserlebnis im Internet für sich betrachtet ist von signifikanter Bedeutung. Brands und Unternehmen sollten daher bei der Präsentation ihrer Ware auf personalisierte Produkte setzen und diese hervorheben.

Alles in allem gibt es fünf Tipps, die Unternehmen helfen können, meiner Zielgruppe ein User-zentriertes Erlebnis zu verschaffen. 

 

Meine 5 Tipps für eine gute Experience: Was die Gen Z von Brands und Unternehmen erwartet

 

1. Wertewandel muss berücksichtigt werden 

Während für die Generationen X und Y bei der Wahl einer Marke oder eines Unternehmens der Service und die Qualität der Produkte im Fokus standen, rücken für die Generation Z andere Faktoren in den Vordergrund. Man kann fast schon von einem Wertewandel im Konsumverhalten sprechen, denn der neue Fokus liegt auf Nachhaltigkeit, sozialer Verantwortung und Gleichstellung. All diese Faktoren beeinflussen die Kaufentscheidungen der Gen Z enorm. Wer also meine Generation langfristig an sich binden möchte, sollte auf eine transparente und durch ethische Leitlinien geprägte Unternehmenskultur setzten. Insbesondere die Textilbranche sollte in puncto Produktion, Standortwahl und Arbeitsbedingungen trasnparent kommunizieren. 

2. Individualität wird großgeschrieben

Ich spreche nicht nur für mich, wenn ich sage, dass meine Generation dem eklatanten Drang unterliegt, fortlaufend ihre Individualität zu betonen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sie im Vergleich zur Gen Y großen Wert auf vielfältige, eigens kreierte Stilrichtungen legt – nicht selten handelt es sich dabei um individuelle Kombinationen aus hippen Kleidungsstücke, aus auffälligen Signature-Pieces sowie vielen anderen „Eyecatcher“-Items. Die Brands müssen sich die Aufmerksamkeit der Post-Millennials erarbeiten; Personalisierung oder limitierte Editionen sind gute Hilfsmittel. Auch eine spannende und gut funktionierende Customer Journey, die im Idealfall auch noch die Möglichkeit bietet, selbst mitzuwirken, kann unterstützen, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe Z zu erlangen.
 

3. Authentisch im Markenauftritt sein

Authentizität spielt für uns Gen Z’s an eine wichtige Rolle bei der Wahl einer Brand oder eines Unternehmens. Bei unterhaltsamem oder emotionalem Storytelling, das zur Marke passt, sowie Botschaften, die wir als glaubwürdig empfinden, werden wir aufmerksam. Wir erwarten eine unaufdringliche, aber smarte. unverwechselbare und authentische Ansprache. Jene Unternehmen, die es schaffen, darüber hinaus auch noch eine Unique Selling Proposition (USP) kenntlich zu machen und diese auf einer persönlichen Ebene zu kommunizieren, werden meine Generation mit Sicherheit erreichen. An eingefahrenen und lauten Werbebotschaften hat die Gen Z überhaupt kein Interesse. 

 4. Vertrauen durch Influencer*innen erlangen

Influencer*innen liefern uns täglich die neusten Trends – daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie der Mehrzahl meiner Generation in vielerlei Hinsicht als tägliche Inspirationsquelle dienen. Doch bevor die Gen Z ihre Ideen, Tipps und Produktempfehlungen übernimmt und darauf vertraut, müssen diese vorab ihre Glaubwürdigkeit, ihre „Realness“ unter Beweis stellen. Denn von gekauften Macro-Influencer*innen, für die lediglich Bekanntheitssteigerung bzw. Reichweite zählt, haben die Post-Millennials eindeutig genug. 

Der aktuelle Trend geht stark in Richtung Micro- und Nano-Influencer*innen, die zwar eine deutlich geringere Reichweite generieren, dafür aber für Aufrichtigkeit, Authentizität, mehr Content-Substanz und emotionaler Hingabe zur Zielgruppe stehen. Direkte und ehrliche Kommunikation der Influencer*innen ist für meine Generation von großer Relevanz. Nahbarkeit sowie die Möglichkeit, sich in Form von Chat-Nachrichten oder Streams direkt einzubringen, bilden das Fundament für Vetrauen und Glaubwürdigkeit. Marken und Unternehmen sollten hierbei aber auf eine ausgewogene Mischung zwischen Nähe und Distanz setzen: Zu viel Nähe wird von den Gen Z’s schnell als aufdringlich und nervig empfunden, zu viel Distanz wiederum suggeriert ihnen Unehrlichkeit und Desinteresse.

5. Post Pandemie Plan

Die aktuelle Corona-Krise baut für mich und die anderen Post-Millennials gefühlt zum ersten Mal richtige Hürden auf: Erstmals müssen wir drastischen Verzicht üben und Freiheiten einschränken. Ich glaube allerdings, dass dies auch eine Chance für uns als Gen Z sein kann. Als „New Digital Natives“ sind wir geübt im Umgang mit neuen Apps und Tools, was in dieser Zeit ungemein hilfreich ist, um sich schnell zu „akklimatisieren“. Durch ein hohes Maß an digitaler Affiniät und Flexibilität sehen weite Teile meiner Generation einen positiven Effekt, der Raum für mehr Kreativität, neue Ideen und insbesondere freie Entfaltung für alle schafft. Also Unternehmen – überrascht uns!

 

Autorin: Nathaly Huth, Junior Content Marketing Editor bei IBM iX – Aperto

Was können wir für Sie tun?

WIR FREUEN UNS AUF IHRE ANFRAGE

Hier finden Sie alle Neuigkeiten zu unserer Agenturgruppe. Zudem können Sie sich in unseren Presseverteiler aufnehmen lassen. Das lohnt sich. Denn wir haben regelmäßig etwas mitzuteilen – zu neuen Projekten, spannenden Entwicklungen und künftigen Veranstaltungen.

Kontakt

Nicole Ruhl, Marketing & PR
Aperto – An IBM Company
Chausseestr. 5
10115 Berlin
Deutschland
+49 30 283921­-268
presse@aperto.com